Belastende Arbeitsbedingungen im ÖPNV

Mit der Öffnung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) für den europäischen Wettbewerb haben die Kommunen seit Anfang der 2000er Jahre auf Einsparungen in den öffentlichen Nahverkehrsunternehmen gedrängt. Die Folge waren Privatisierungen durch Ausschreibungen und Ausgliederungen in Tochterfirmen mit schlechteren Tarifverträgen bzw. ohne Tarifbindung oder zugunsten privater Unternehmen. Dies betraf nicht nur das Reinigungspersonal und Kontrolleure, sondern auch Kernbereiche wie das Fahrpersonal für Bus, Straßen- und U-Bahn sowie die Werkstätten. Die Sicherung der Arbeitsplätze war nur mit der Einführung der TV-N (Tarifvertrag Nahverkehr) möglich. Mit den darin enthaltenen Verschlechterungen, vor allem für Neueingestellte, haben die Beschäftigten einen hohen Preis für den Erhalt unserer öffentlichen Unternehmen bezahlt:

  • In allen Bereichen gab es Personalabbau
  • Arbeitsverdichtung und Belastung haben enorm zugenommen
  • Die Krankenstände steigen
  • Personal ist zunehmend schwieriger zu finden